Was schreiben die Zeitungen

Stadtteilmagazin „Für Nippes“ Ausgabe 3/2018

Eisenbahn unmittelbar vor der Haustür (PDF)

Kölner Stadt-Anzeiger vom 25./26.11.2017:

Gürtelausbau nur für Fußgänger und Fahrräder

Kölner Stadt-Anzeiger vom 22.11.2017:

Bahn frei im Knoten Köln

Kölner Stadt-Anzeiger vom 09.09.2016:

Erweiterung des Kölner Bahnknotens: Mehr Gleise für die S-Bahn

Kölner Stadt-Anzeiger vom 06.07.2016:Eisenbahn-Siedlung in Nippes Anwohner wehren sich gegen neues Gleis vor der Haustür

Leserbrief der Anwohnergemeinschaft zum Artikel vom 08.10.2012

Kölner Stadt-Anzeiger vom 08.10.2012:Bahngleis Anwohner fürchten Lärmbelastung“ und Kommentar „Bahnprojekt Späten Protest ernst nehmen

Kölner Stadt-Anzeiger vom 09.08.2012:Baubeginn für neues S-Bahn-Werk

Kölner Stadt-Anzeiger vom 25.03.2009:Nahverkehr Bahn baut weitere Abstellgleise

Leserbrief zum Artikel „Bahngleis: Anwohner fürchten Lärmbelästigung“ vom 08.10.2012 im Kölner Stadt-Anzeiger

Kein „Stuttgart-21“ in Nippes!

 

Der Anwohnerprotest gegen das Zuführungsgleis zur im Bau befindlichen S-Bahn-Abstell- und Wartungsanlage in Köln-Nippes kommt nicht spät, der Vergleich mit Stuttgart-21 hinkt nicht, er kann noch nicht mal gehen. Wie bereits mehrfach im Kölner Stadt-Anzeiger und im WDR Fernsehen berichtet, haben wir Anwohner uns bereits seit Eröffnung des Planungsverfahrens Mitte 2008 gegen das Vorhaben gewehrt. Wir wollen kein Gleis, dass in weniger als 10 Meter Entfernung ebenerdig an bewohnten Gebäuden verläuft, mit erheblichem nächtlichen Lärm, Erschütterungen und Staubbelastung einhergeht und die wenigen Grünflächen erheblich entwertet. Dabei gibt es Alternativen, die sowohl die Interessen der Anwohner, als auch die der Bahn besser in Einklang bringen könnten. Die Vorschläge wurden in unserem Auftrag von renommierten Experten erstellt, die allerdings von der Deutschen Bahn (DB) erheblich behindert wurden. Bisher ist auch nicht erkennbar, dass die DB diese Vorschläge ernsthaft prüft. Der Bau des Zuführungsgleises ist auch drei Jahre nach der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht durch das Eisenbahnbundesamt genehmigt. Die Beeinträchtigung der Anwohner, u.a. durch Lärm und Erschütterungen, und der Umweltschutz müssen wichtige Entscheidungsgrundlagen sein.

Die mehr als 1000 betroffenen Haushalte im Nippeser Westen hoffen daher weiterhin, dass die Genehmigungsbehörde auf einen fairen Interessenausgleich zwischen der Bahn und den Betroffenen achtet und das Zuführungsgleis in der von der Bahn geplanten Form nicht genehmigt. Wir wünschen uns von den Politikern im Bezirk und im Rat und seinen Ausschüssen deutlich mehr Unterstützung. Immerhin haben diese Gremien bei der Planung der Neubebauung des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes einen großen Fehler gemacht: Es wurde ein städteplanerischer Wettbewerb durchgeführt, der Siegerentwurf sah auf dem Gelände 300 Wohneinheiten in großem Abstand zur Bahntrasse und abgeschirmt durch eine große ehemalige Wagenhalle vor. Die Gremien haben dann den Entwurf komplett entstellt und dem Investor, der Ewald Hohr Wohnungsbau, gestattet, nun ca. 1000 Wohneinheiten zu errichten, die nun bis ca. 10 Meter an den Bahndamm heranreichen würden und teilweise als „bewohnte Lärmschutzwand“ errichtet werden sollten. Diese Planungen wurden dann umgesetzt, die Rendite für den Investor stieg dadurch erheblich, die Auswirkungen auf die zukünftigen Bewohner wurden aber offensichtlich nicht beachtet. Von einem geplanten Zuführungsgleis zu einer S-Bahn-Abstellanlage wurde damals den Kauf- und Mietinteressenten auch auf gezielte Nachfrage nichts gesagt, obwohl die Planungen der DB sowohl der Stadt, als auch dem Investor bekannt gewesen sein müssen. Die DB hat jedenfalls behauptet, die Stadt Köln während der Planungen für die Bebauung auf das geplante Gleis hingewiesen zu haben.

 

Matthias Jungck, Anwohnergemeinschaft Nippeser Westen