Lärmendes ICE-Instandsetzungswerk

Die Anwohner in Nippes bekommen den ICE-Verkehr zum Instandsetzungswerk in Longerich deutlich zu hören. Noch schlimmer trifft es aber die Anwohner nördlich des Werkes in Longerich: Rangierverkehr, laute Klimaanlagen, nächtliches Testen der Signalpfeifen und grelle Beleuchtung stören den Nachtschlaf ganz erheblich. Die Lärmbelästigung ist wohl deutlich höher als eigentlich genehmigt.

Die Anwohner haben eine Online-Petition dagegen gestartet und bitten um rege Unterstützung!

Was schreiben die Zeitungen

Stadtteilmagazin „Für Nippes“ Ausgabe 3/2018

Eisenbahn unmittelbar vor der Haustür (PDF)

Kölner Stadt-Anzeiger vom 25./26.11.2017:

Gürtelausbau nur für Fußgänger und Fahrräder

Kölner Stadt-Anzeiger vom 22.11.2017:

Bahn frei im Knoten Köln

Kölner Stadt-Anzeiger vom 09.09.2016:

Erweiterung des Kölner Bahnknotens: Mehr Gleise für die S-Bahn

Kölner Stadt-Anzeiger vom 06.07.2016:Eisenbahn-Siedlung in Nippes Anwohner wehren sich gegen neues Gleis vor der Haustür

Leserbrief der Anwohnergemeinschaft zum Artikel vom 08.10.2012

Kölner Stadt-Anzeiger vom 08.10.2012:Bahngleis Anwohner fürchten Lärmbelastung“ und Kommentar „Bahnprojekt Späten Protest ernst nehmen

Kölner Stadt-Anzeiger vom 09.08.2012:Baubeginn für neues S-Bahn-Werk

Kölner Stadt-Anzeiger vom 25.03.2009:Nahverkehr Bahn baut weitere Abstellgleise

Protokoll des Erörterungstermins verschickt

Inzwischen hat die Bezirksregierung das Protokoll der Erörterung vom November 2017 verschickt.

Wenn Sie persönlich einen Einwand eingereicht haben und beim Erörterungstermin anwesend waren, so müssten Sie ein Protokoll erhalten haben. Wenn Sie über eine Unterschriftenliste Ihre Unterstützung für einen Einwand erklärt haben, so können Sie das Protokoll bei demjenigen einsehen, auf dessen Einwand Sie unterschrieben haben.

Das Protokoll kann hier nicht veröffentlicht werden, da es sich um nicht-öffentliche Erörterungstermine handelt.

Anhörung zum 1. und 2. Deckblattverfahren am 21.11.2017

Am 21.11.2017 wurden erneut die Einwendung zum ersten und zweiten Deckblattverfahren, d.h. den Änderungen aus 2014 und 2016 zur Ursprungsplanung aus 2008, zwischen den Einwendern und der Deutschen Bahn diskutiert.

Die Anwohnergemeinschaft war mit dem kompletten Vorstand und weiteren Mitgliedern vertreten. Wir haben eindringlich auf die immer noch bestehenden Unzulänglichkeiten in der Planung hingewiesen. Diese betreffen v.a. das Lärmschutzgutachten und die Planungen zur Baustellengestaltung und den damit verbundenen Belastungen für die Anwohner.

Auf inhaltliche Details können wir hier leider nicht eingehen, da der Termin – wie alle Anhörungstermine – nicht-öffentlich war. Das anonymisierte Protokoll des Anhörungstermins, bei dem die einzelnen Personen durch Nummern ersetzt sind, wird aber allen Anwesenden zugesandt. Wenn Sie sich über eine Unterschriftenliste an den Einwendungen beteiligt haben, können Sie das Protokoll sicher beim Verfasser der Einwendung bekommen.

Für weitere Informationen können Sie sich auch gerne an uns wenden.

Leserbrief zum Artikel „Bahngleis: Anwohner fürchten Lärmbelästigung“ vom 08.10.2012 im Kölner Stadt-Anzeiger

Kein „Stuttgart-21“ in Nippes!

 

Der Anwohnerprotest gegen das Zuführungsgleis zur im Bau befindlichen S-Bahn-Abstell- und Wartungsanlage in Köln-Nippes kommt nicht spät, der Vergleich mit Stuttgart-21 hinkt nicht, er kann noch nicht mal gehen. Wie bereits mehrfach im Kölner Stadt-Anzeiger und im WDR Fernsehen berichtet, haben wir Anwohner uns bereits seit Eröffnung des Planungsverfahrens Mitte 2008 gegen das Vorhaben gewehrt. Wir wollen kein Gleis, dass in weniger als 10 Meter Entfernung ebenerdig an bewohnten Gebäuden verläuft, mit erheblichem nächtlichen Lärm, Erschütterungen und Staubbelastung einhergeht und die wenigen Grünflächen erheblich entwertet. Dabei gibt es Alternativen, die sowohl die Interessen der Anwohner, als auch die der Bahn besser in Einklang bringen könnten. Die Vorschläge wurden in unserem Auftrag von renommierten Experten erstellt, die allerdings von der Deutschen Bahn (DB) erheblich behindert wurden. Bisher ist auch nicht erkennbar, dass die DB diese Vorschläge ernsthaft prüft. Der Bau des Zuführungsgleises ist auch drei Jahre nach der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht durch das Eisenbahnbundesamt genehmigt. Die Beeinträchtigung der Anwohner, u.a. durch Lärm und Erschütterungen, und der Umweltschutz müssen wichtige Entscheidungsgrundlagen sein.

Die mehr als 1000 betroffenen Haushalte im Nippeser Westen hoffen daher weiterhin, dass die Genehmigungsbehörde auf einen fairen Interessenausgleich zwischen der Bahn und den Betroffenen achtet und das Zuführungsgleis in der von der Bahn geplanten Form nicht genehmigt. Wir wünschen uns von den Politikern im Bezirk und im Rat und seinen Ausschüssen deutlich mehr Unterstützung. Immerhin haben diese Gremien bei der Planung der Neubebauung des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes einen großen Fehler gemacht: Es wurde ein städteplanerischer Wettbewerb durchgeführt, der Siegerentwurf sah auf dem Gelände 300 Wohneinheiten in großem Abstand zur Bahntrasse und abgeschirmt durch eine große ehemalige Wagenhalle vor. Die Gremien haben dann den Entwurf komplett entstellt und dem Investor, der Ewald Hohr Wohnungsbau, gestattet, nun ca. 1000 Wohneinheiten zu errichten, die nun bis ca. 10 Meter an den Bahndamm heranreichen würden und teilweise als „bewohnte Lärmschutzwand“ errichtet werden sollten. Diese Planungen wurden dann umgesetzt, die Rendite für den Investor stieg dadurch erheblich, die Auswirkungen auf die zukünftigen Bewohner wurden aber offensichtlich nicht beachtet. Von einem geplanten Zuführungsgleis zu einer S-Bahn-Abstellanlage wurde damals den Kauf- und Mietinteressenten auch auf gezielte Nachfrage nichts gesagt, obwohl die Planungen der DB sowohl der Stadt, als auch dem Investor bekannt gewesen sein müssen. Die DB hat jedenfalls behauptet, die Stadt Köln während der Planungen für die Bebauung auf das geplante Gleis hingewiesen zu haben.

 

Matthias Jungck, Anwohnergemeinschaft Nippeser Westen